emigrate to Mallorca, Spain – my Diary

Tagebuch Eintrag 1 – 15. November 2017 – Colònia de Sant Jordi

 

 

Vor nur wenigen Monaten sind wir von der Schweiz nach Spanien ausgewandert, um genau zu sein auf die beliebte Ferieninsel Mallorca.

Warum Mallorca?

Mein Vater ist hier in Mallorca geboren und aufgewachsen, deshalb kenne ich diese Insel auch schon ziemlich gut. Jedes Jahr in den Sommerferien sind wir zusammen mit der Familie nach Mallorca . Für mich ist diese Insel kein Ort für Party ohne Ende, sondern ein Rückzugsort, ein Ort an dem ich mich zu Hause fühle. Ich schlendere durch die Gassen Palma´s und erinnere mich an die Gerüche von “Ensaimadas”, die alten Holzbänke der Kathedrale, oder die zahlreichen Strassenkünstler der “Plaza Mayor”. Ich muss schmunzeln, bei den vielen Touristen die jährlich auf die Insel kommen, und sich versuchen ein Eis auf Spanisch zu bestellen, ihnen aber dann doch auf Deutsch geantwortet wird. Wer kennt das nicht? Auch ich, bestelle meine Pizza mit Oliven, dazu ein Wasser mit Kohlensäure und oftmals wird ich auf Deutsch gefragt, ob ich noch eine Vorspeise will.

Pros Mallorca

Das Wetter

Ok ich weiss, das ist ziemlich klischeehaft, aber es ist so. Ich erwähne das, weil in der Schweiz die Niederschläge durchschnittlich 10-15 Tage im Monat dauern, und weil der Sommer 3 Monate dauert, davon aber nur 2-3 Wochen sonnig und schön sind. In Mallorca hingegen regnet es nur noch halb so viel und dann auch nur ein kurzer Regenschauer, welcher von Sonnenstrahlen ausgewechselt wird. Selbst jetzt im November scheint mir die Sonne in meinen Laptop und ich sehe den Bildschirm kaum.

Das Ambiente

Wer in der Schweiz wohnt, oder in einem europäischen Land das nördlicher liegt weiss, dass der Alltag in der Grossstadt oftmals “Stress” bedeutet. Die Leute auf der Strasse ignorieren sich, oder Andere sind genervt, weil man von Marketingleuten angesprochen wird, weshalb man sicherheitshalber auf den Boden schaut. Man ist im Lauftempo unterwegs und vergisst häufig sein Lachen mit zu nehmen. In Mallorca dauert zwar alles zweimal länger, aber man nimmt einfach alles locker. Ein Besuch in die Stadt ist keine kurze Sache, es wird ein kleines Erlebnis, denn man nimmt Zeit und Abenteuer mit. Die Menschen sprechen mit dir und meistens wird gelacht, weil man das “Mallorquinisch” dann doch nicht ganz versteht.

Das Meer

Bekanntlicherweise liegt die Schweiz nicht am Meer. Klar gibt es zahlreiche, wunderschöne Seen, aber das Meer ist dann doch ein bisschen grösser. Das bisschen macht´s aus! Ich stehe am Strand, während unser Sohn eine Sandburg baut noch ohne Erfolg, und schaue in die Ferne hinaus aufs Meer. Ich sehe Blau, einige Boote, und dann nur noch Blau und mehr Blau, währenddessen sinken meine nackten Füsse immer tiefer in den Sand. Einfach atemberaubend schön! Das Meer rauschen zu hören und zu sehen wie die mächtigen Wellen an Klippen klatschen, ist nicht nur schön, auch beängstigend, zu erkennen wie klein wir doch sind.

Cons Mallorca

Heisses Wasser

Das ist vermutlich meckern auf hohem Niveau. Wenn man aber in der Schweiz aufgewachsen ist, zählt dauernd, warmlaufendes Wasser zum Alltag und ist selbstverständlich. Dazu muss ich noch sagen, dass ich es liebe ein warmes Bad zu nehmen und das am liebsten einmal in der Woche. Ich geniesse die Zeit alleine im Bad um einfach abzuschalten. In Mallorca sieht mein Badeerlebnis dann eher so aus, dass ich eine halbgefüllte lauwarme bis warme Wanne habe. Ich nehme was ich kriege, aber trotzdem träume ich von Mama´s Badewanne mit Badeschaum, der mir bis zum Kinn reicht.

wenig Isolation

Wo wir schon bei meckern auf hohem Niveau sind. In der Schweiz konnte ich selbst im Winter mit einem dünnen Pulli und langer Hose zu Hause rumlaufen und ich hatte schön warm. Hier auf Mallorca wird sich so angezogen, als ob der Schnee vor der Tür steht, nur der Unterschied, man bleibt im Haus drin. Schlafen mit kalter Nase ist Routine. Eissteinplatten Boden zu nennen ist normal. Der Wind pfeift durch die Fenster als wäre nie was im Wege gewesen.

Bürokratie

Ich will mich nicht widersprechen, da mich die Bürokratie und Präzision in der Schweiz so manche Male aufgeregt haben. Die Insel Bürokratie, kann auch ziemlich anstrengend sein. Seit wir hier wohnen, mussten wir einige administrative Dinge erledigen. Anfangs hat das ziemlich einfach ausgesehen und schnell zu schaffen. Als es soweit war, hat es eine Ewigkeit gedauert, ausserdem sind wir immer noch nicht komplett durch. Man wird von einem Büro zum anderen geschickt, von einem Postamt zum Nächsten. Dann hätte das ganze dann doch beim Polizeiposten gemacht werden sollen. Am Telefon geht sowieso nichts, da die zuständige Person wohl immer weg ist, gerade eben raus ist, oder nicht mehr hier arbeitet. Wenn du was brauchst, musst du also aufstehen und hin fahren. Im Internet wirst du womöglich keine korrekten Öffnungszeiten finden, das findest du dann aber erst vor Ort heraus.

Das sind einige Dinge die ich mit euch teilen wollte, bezüglich unseres Umsiedeln auf die Insel Mallorca. Bitte nehmt nicht alles so ernst. Natürlich liebe ich die Schweiz und auch Mallorca, aber jeder kennt diese Momente, wo man einfach zurück will-

 


Diary entry 1 – 15th November 2017 – Colònia de Sant Jordi

 

 

Only a few months ago we have emigrated from Switzerland to Spain, to be exact on the holiday island of Mallorca.

Why Mallorca?

My father was born and raised here in Mallorca, thats why I know this island quite well. Every year during summer holidays we were here in Mallorca as family. Mallorca isn´t a Party spot for me, rather a place of peace, a place where I feel at home. Strolling through Palma’s streets I can remember the smell of “ensaimadas”, the old wooden benches of the big cathedral, or the numerous street artists in “Plaza Mayor”. I have to smile, when I see tourists coming to this island, trying to order an ice cream in Spanish, but then being answered in German. Who does not know that? Me too, I´m ordering my pizza with olives, plus a sparkling water and I will be asked in German, if I want a starter.

Pros Mallorca

The weather

Ok, I know that’s pretty cliché, but it’s true. I say that because in Switzerland the rainy days last 10-15 days a month, and the summer lasts 3 months, but only 2-3 weeks of them are sunny and beautiful. In Mallorca, on the other hand, we have only half of the rainy days a month and summer keeps up three times longer. Even now in November, the sun is shining in my laptop and I can barely see the screen.

The ambience

If you live in Switzerland, or in another northern European country, you know that everyday life in a big city means “stress”. People on the street ignore each other, or are annoyed because they are constantly getting approached by marketing people, this is why they looking on the ground, just in case. You’re always on the hunt and often forget to take your laugh with you. In Mallorca, everything takes twice longer, but you just take everything easy. If you are going to the city, it is not a short city trip. It will be a small experience, because you take time and adventure with you. People also talk to you as a stranger and often you will laugh, because you will not understand the “Mallorcan” anyways.

The sea

As you may know, Switzerland is not by the sea, of course there are many beautiful lakes, but the sea is a bit bigger. That bit is what matters! I´m standing on the beach, while our son builds a sandcastle without success, and I´m looking over the sea. I see blue, some boats, and then only blue and more blue, while my bare feet sink deeper and deeper into the sand. Simply breathtakingly beautiful! To hear the sea rushing and see how the mighty waves clatter on cliffs is not only beautiful, but also scary, to realize how small we are.

Cons Mallorca

Hot water

This is probably complaining at a high level, but if you grew up in Switzerland, constantly warm running water is part of your everyday life. I have to say before hand that I love taking warm baths, at least once a week. I enjoy quite time alone in the bathroom, time to switch everything else off. In Mallorca, my bathing experience looks more like: I have a half-filled lukewarm to warm tub. I’ll take what I get, but still I dream of Mom’s bathtub with foam that reaches my chin.

less isolation

By the way at complaining at a high level. In Switzerland in winter time I was able to walk around with a thin sweater and pants and it was still cozy and warm. Here in Mallorca you dress like the snow is just around the corner, only difference, you stay at home. Sleeping with a cold nose is routine. Your are used to iced stone floor and the wind whistles through your windows, like nothing is in place, where it should be.

Paper work

I do not want to contradict myself, because bureaucracy and precision in Switzerland have upset me so many times, but the island bureaucracy can be quite exhausting too. Now as we live here, we had to do some paper work. First it sounded pretty easy in the beginning, but when the time came, it took ages, and we still are not completely through. You will be sent from one office to anothe and from one post office to the next. At the end it had be done by the police station. On the phone you can do nothing anyway, because the responsible person is probably gone, or is just out, or ist not longer working here. If you need something, you’ll have to get up and go by yourself. Online you may not find the correct opening hours, which you will figure out when you are in front of the department.

These are some things I wanted to share with you regarding our emigration to the island of Mallorca. Please do not take everything to seriously. Of course I love Switzerland and also Mallorca, but everyone knows these moments, where you just want to go back-


Ice Cream Party (5)